15.7.2025

SmartQuart-Bürgerdialog in Essen: Sanieren mit Weitblick für die Energiewende

Lesezeit: 2 Minuten

Im Rahmen des SmartQuart-Projekts fand unter reger Teilnahme in Essen, am 10.07.2025 ein informativer Bürgerdialog, unter dem Titel „KlimaFIT im Bestand – Sanieren mit Weitblick“ moderiert von Felix von der Laden statt. Ziel der Veranstaltung war es, Bürgerinnen und Bürger praxisnah über energetische Sanierungsmaßnahmen, Fördermöglichkeiten sowie innovative Technologien im Gebäudebestand zu informieren und gleichzeitig den aktiven Austausch mit Fachleuten zu fördern.

Nach einem Grußwort von Gerd Mittich (Leiter Kommunales Partnermanagement Rhein-Ruhr Westenergie) wurde die Bedeutung energetischer Sanierungen hervorgehoben: Rund 75 % der rund 21 Millionen Gebäude in Deutschland gelten als nur teilweise oder gar nicht energetisch saniert. Vor dem Hintergrund der Klimaziele 2045 eine enorme Herausforderung – aber auch eine große Chance für Komfortsteigerung, Wertzuwachs und Energieeinsparung.

SmartQuart-Projektleiter Jürgen Hammelmann stellte das Forschungsprojekt als erstes deutsches Reallabor vor, das in drei Quartieren; urban (Essen), ländlich (Bedburg) und wasserstoffbasiert (Kaisersesch) aufgeteilt ist. Echte Lösungen mit realen Kunden, realen Euros und echten Geschäftsprozessen. Dabei steht im Fokus: Energiewende muss gelebt, verstanden und gemeinsam gestaltet werden. Von Kommunen, Energieversorgern, Handwerk, Planenden und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern.

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Mehr Informationen

1) Einführung „KlimaFIT im Bestand – Sanieren mit Weitblick [00:00 – 09:45 min]
2) Fördertipps & Sanierungstricks bei Einzelmaßnahmen [09:46 – 55:10 min]
3) Tipps & Tricks der Komplettsanierungsförderung [55:11 – 1:03:17 min]
4) Vorgehen einer Sanierung [1:03:18 – 1:20:00 min]
5) Das Sanierungsbeispiel [1:20:01 – 1:40:14 min]
6) Fragen & Antworten in der offenen Plenumsdiskussion [1:40:15 – 2:01:16 min]

In einer Expertenrunde wurden unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen vorgestellt, von der Anlagentechnik bis zur thermischen Hülle über Fenstererneuerung bis zu Heizsystemen wie Wärmepumpen und Fernwärme. Dabei wurde betont, dass es keine pauschalen Lösungen gibt: Jedes Gebäude ist individuell zu betrachten. Auch die Bedeutung einer professionellen Energieberatung sowie die Notwendigkeit realistischer Planung und Priorisierung wurde herausgestellt.

Ein zentrales Thema war die Förderung: Neben der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet die Stadt Essen (vorbehaltlich Haushaltslage) auch kommunale Fördermittel an. Für viele Maßnahmen können 15 % bis 70 % Zuschüsse beantragt werden, zum Teil auch in Kombination mit einem individuellen Sanierungsfahrplan. Alle Infos der Stadt Essen sind unter dem folgenden Link einzusehen: www.essen.de/sanierungsleitfaden

Darüber hinaus wurden zukunftsfähige technologische Möglichkeiten wie Energiemanagementsysteme, die Kombination von Photovoltaik, Wärmepumpe und Speicher sowie Eigenverbrauchskonzepte erläutert. Gerade bei steigenden Energiepreisen können solche integrierten Systeme langfristig Kosten sparen und Autarkie erhöhen.

Abschließend betonte das Podium, dass Sanierung nicht nur eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Gebäudes sei, sondern auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Wer jetzt handelt, profitiert von attraktiven Förderungen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

Weitere Informationen sowie individuelle Beratung bietet u. a. der Klimatreff Essen. Ein städtisches Angebot für alle Eigentümerinnen und Eigentümer, die Orientierung und Unterstützung bei der Sanierung suchen.