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15.6.2020
Das Klimaschutzabkommen von Paris 2015

Im Dezember 2015 ereignete sich in der französischen Hauptstadt etwas Einmaliges. Ganze 197 Staaten unterzeichneten ein neues, globales Klimaschutzabkommen. Dieses trat nach der Ratifzierung der jeweiligen Staaten am 5. Oktober 2016 in Kraft. 

Nach vielen Jahren intensiver Verhandlungen haben sich damit alle Staaten dazu verpflichtet, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern.

Die Erderwärmung soll im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf „deutlich unter“ zwei Grad Celsius begrenzt werden, mit Anstrengungen für eine Beschränkung auf 1,5 Grad Celsius. Die Fähigkeit zur Anpassung an den Klimawandel soll gestärkt werden und wird neben der Minderung der Treibhausgasemissionen als geleichberechtigtes Ziel etabliert. Zudem sollen die Finanzmittelflüsse mit den Klimazielen in Einklang gebracht werden. 



By Femkemilene – Own work, CC BY-SA 4.0,

Die nationalen Klimaschutzbeiträge legen die Staaten selbst fest. So kann eine individuelle Anpassung erfolgen. Um die Erfüllung der Ziele sicherzustellen, findet alle fünf Jahre, beginnend 2018, eine globale Bestandsaufnahme statt. Die nationalen Klimaschutzbeiträge müssen ab 2025 alle fünf Jahre fortgeschrieben und gesteigert werden.

Bei der Erreichung dieser Ziele spielen die Städte und Kommunen in Deutschland eine wichtige Rolle. Auch sie werden in den kommenden Jahren verstärkt Maßnahmen ergreifen müssen, um die ambitionierten Ziele zu erreichen. An dieser Stelle setzt das Reallabor SmartQuart an. Mit der Vision von 0 Prozent CO₂ und 100 Prozent erneuerbare Energien soll dem Abkommen von Paris Rechnung getragen werden. Dabei soll das Projekt zeigen, dass die Energiewende auf Quartiersebene schon heute technisch und wirtschaftlich möglich ist. Dafür kommen unterschiedliche Technologien und Maßnahmen zum Einsatz.