Bedburg
Das elektrische Quartier

In Bedburg entsteht auf einem ehemaligem Tagebaugebiet eine Ressourcenschutzsiedlung, die auf grüne, lokale Quartiersenergie setzt. Auf einer Fläche von knapp 60.000 Quadratmetern entsteht ein energieoptimiertes Neubaugebiet mit typisch kleinstädtischer Bebauungsdichte.

SmartQuart Interaktiv

Einfach auf die Grafik klicken und los geht’s: Das Projekt kann an Desktop-Geräten und Tablets per Zoomen, Scrollen und Klicken erkundet werden.
Eine App für mobile Geräte finden Sie bald in den Stores.

 
Energieautark in der Kleinstadt

Dabei setzt Bedburg auf die Nutzung regenerativer Quellen für die Energieversorgung im Quartier: Der örtliche Windpark wird erweitert, sodass noch mehr Energie aus Windkraft lokal erzeugt werden kann. Quartierseigene Photovoltaik-Anlagen versorgen die Bewohner mit Solarenergie. Die Wärmeversorgung wird durch hocheffiziente Wärmepumpen gewährleistet:  Es gibt eine zentrale Wärmepumpe in der Energiezentrale. Darüber hinaus verfügt jeder Haushalt noch über eine eigene Wärmepumpe. Diese sind dezentral in den Haushalten des Quartiers verteilt.

Wohnungsbau mit Faktor X

Auf rund 6 Hektar entstehen zwischen den Waldflächen des Hohenholzener Grabens und dem nördlichen Siedlungsrand des Ortsteils Kaster 130 neue Wohneinheiten. Gemein haben sie, dass sie nach dem Faktor X Ansatz geplant, gebaut und ausgestattet werden. Das heißt: Rohstoffe, CO₂ und Energie, die ein Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus benötigt, werden berücksichtigt und reduziert. Hiermit wird  eine Blaupause für andere Architekten und Bauherren geschaffen, die demonstriert, wie – zu vergleichbaren finanziellen Konditionen einer konventionellen Bauweise – Klima und Ressourcenschutz beim Hausbau gewährleistet wird.

Bürgernah und regenerativ

Nicht nur die Bauweise ist ressourcenschonend, auch das Leben im Quartier wird klimaneutral ausgerichtet: Ein innovatives Energie- und Wärmeversorgungskonzept sorgt für Heizwärme und Warmwasser aus CO₂ neutraler Erzeugung.
Ein Low-Ex Niedertemperaturnetz verbindet dabei zentrale und dezentrale (pro-Haus) Wärmepumpen und bezieht die benötigte elektrische Energie aus dem Bedburger Windpark – so wird auch der Wärme – und Kältebedarf klimaneutral gedeckt.

 

„Mit unserem Projekt sind wir nachhaltig im besten Sinne – wir sind CO₂-neutral bei Strom und Wärme, nutzen Speichertechnologie für die windarmen Tage und achten beim Bau der Häuser auf größtmögliche Einsparung von klimaschädlichen Gasen bei der Wahl der Baustoffe.“

Sascha Solbach, Bürgermeister von Bedburg